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Version vom 13. April 2007, 22:34 Uhr
Lunge
Herz, Kreislauf
Wasser-Elektrolyt-Haushalt
Nebenniere
Media:AINS_2007-03_Anä_bei_Erkrankungen_der_Nebennierenrinde.pdf
Nebennierenrinde
Mineralokortikoide
- Aldosteron
- Regulation erfolgt über Renin-Angiotensin-Aldosteron-System
- Renaler Salzverlust und Abnahme der Nierendurchblutung führen zur vermehrten Freisetzung von Renin aus dem juxtaglomerulären Apparat der Niere. Durch Renin wird das in der Leber produzierte Angiotensinogen in Angiotensin I übergeführt, aus dem mit Hilfe des ubiquitär vorkommenden Angiotensin Converting Enzyme (ACE) Angiotensin II entsteht.
- Physiologische Funktion:
- Aufrechterhaltung des Elektrolytgleichgewichts
- Konstanzhaltung des Blutvolumens
- In den distalen Nierentubuli fördert Aldosteron durch die Aktivierung der Na/K-Pumpe die Resorption von Natrium, im Austausch hierzu werden Kalium-, Magnesion- und H+-Ionen verstärkt eliminiert. Die Retention von Natrium geht mit einer verstärkten Aufnahme von Wasser einher.
Glukokortikoide
Hauptvertreter ist Cortisol
- Maximum am frühen Morgen , Minimul am Abend
- Normal ca. 10-20mg/Tag
- posttraumatisch oder bei Sepsis max. 200mg/Tag
- Regulation über Hypothalamus/Hypophysenvorderlappen-Nebennierenrinden-Achse
- Wichtigste Stimuli: physischer und Psychischer Stress, Schock und Hypoglykämie
- Corticotropin-Releasing-Hormon(CRH), stimuliert im HVL ACTH-Synthese.
- ACTH fördert die Synthese und Freisetzung aller Steriodhormone, vorwiegend Glukokortikoide
Conn-Syndrom, Hyperaldosteronismus
- 60%: aldosteronproduzierendes Adenom
- 35%: bilaterale Hyperplasie der NNR
- möglich auch einseitige Hyperplasie, NNR-Karzinom
- Pathophysiologie
- arterielle Hypertonie durch Hypervolämie ->Myokardhyperthrophie, aldosteroninduzierte Kardiomyopathie
- Kaliummangel: Muskelschwäche, Herzrhythmusstörungen, Degeneration der Tubuli und Entwicklung eines renalen Diabetes insipidus
- Magnesiummangel
- metabolische Alkalose durch vermehrte H+-Ausscheidung, was mit einer Abnahme des Chloridgehalts einhergeht.
Sexualhormone (Androgene)
- Biosynthese erfolgt in der Zona reticularis aus 17-OH-Pregnenolon
- Wichtigster Vertreter ist Dehydroepiandrosteron (DHEA), das in Androstendion umgewandelt
wird.
- ACTH stimuliert die Androgenbildung indirekt über die gesteigerte Verfügbarkeit der Vorstufen. *Die physiologische Bedeutung der in der NNR synthetisierten Androgene ist gering.